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Weihnachtsgedicht 2018 – Jesus hat Geburtstag

Es war zu Weihnacht letztes Jahr,
Die Nacht ist kalt, die Nacht ist klar.
Und oben überm Sternenzelt,
– Der Weihnachtsbaum ist aufgestellt –
Da findet eine Party statt,
Weil Jesus heut Geburtstag hat!

Man feiert den Geburtstag groß,
Im Himmel ist der Teufel los.
Denn alle kommen ihn besuchen,
Maria backt ´n Riesenkuchen!
Der liebe Gott wünscht alles Gute
Und fragt, ob Jesus denn noch blute,
Der Heilige Geist ist auch schon da,
Er ist ja schließlich der Papa!
Von Luzifer kommt unerwartet,
`Ne angesengte Glückwunschkarte!
Vom Papst ein Glückwunschtelegramm,
Von Abraham ein Opferlamm,
Der Judas, der den Herrn verraten,
Schickt eine Gans als Festtagsbraten,
Und vor dem großen Himmelstor,
Stehn heil`ge Könige davor.
Der Himmelschor stimmt Händel an,
Und Joseph schleppt Geschenke ran !!
Den Engeln wird es warm im Herzen,
Als Jesus bläst 2000 Kerzen,
Und weil es allen so gut schmeckt,
Spendiert Gottvater einen Sekt.

Doch Jesus ist ganz schlecht gelaunt
Und Mama fragte ihn ganz erstaunt
Was denn den Sohnemann bedrücke,
Was fehle am Geburtstagsglücke.
Darauf erwidert Gottessohn:
„Naja, ich freue mich ja schon,
Doch wenn auf Erd die Glocken läuten,
Dann wär ich gern bei meinen Leuten,
Da unten auf der runden Erde,
Dort wo ich angebetet werde!“

Maria sehr verständig war,
Sie streichelt ihm sein gülden Haar:
„Wenn du es gerne willst, dann fahr
Zum Weihnachtsfest im nächsten Jahr
Und feiere den Geburtstag dort
Am Heil`gen Abend mal vor Ort.“

2018 ist`s soweit!
Wie Jesus sich auf Weihnacht freut!
Und als gerade Jesus Christ
Auf seinem Weg nach unten ist,
Da kommt ein großer Schlitten an
Mit laut Geläut und Elchgespann,
Und obendrauf sitzt Santa Claus,
Der sieht genervt und hektisch aus!
Der Jesus hält den Schlitten an
Und sagt zum durchgefror‘nen Mann:
„Fahr, lieber Weihnachtsmann, nach Haus
Und ruh dich dieses Jahr mal aus!
Ich fahre selbst zur Erde nieder
Und zeig mich dieses Jahr mal wieder.
Ich will den Menschen Frieden bringen,
von dem sie Weihnacht immer singen.

Der Weihnachtsmann schaut traurig drein:
„Ach Jesus, lass das lieber sein!
Das interessiert doch keinen mehr,
Geschenke müssen reichlich her!
Kein Mensch denkt noch an Gottessohn,
Man denkt ans Notebook und ans Phone!
Den Kram schmeiß ich zum Schornstein rein
und alle werden friedlich sein!
Ach Gott, ich kenne mich da aus,
Kehr um und fei‘re du zu Haus!“

Der Jesus ruft Maria an
Und kündigt seine Rückkehr an:
„Ach Mama, back Geburtstagskuchen,
Ich hab auf Erden nichts zu suchen!
Kein Mensch will was von Frieden hören,
Sie wollen nur noch Fernsehröhren.
In Zukunft zieht´s mich nicht mehr her,
Ich fei‘re Weihnachten nicht mehr!!“

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Meine Golfrunde mit Tiger Woods, Lee Westwood und Marcel Siem
Traumhaftes Golf
Wie jeder Mensch träume ich ab und zu. Manchmal am helllichten Tage, aber meistens in der Nacht. Vor allem die Träume des Nachts sind eher dunkler Natur. Ich laufe vor irgendwas weg und komme nicht vom Fleck oder ich laufe hinter irgendwas her und kriege es nicht. Vom Golf spielen träume ich höchst selten und wenn, dann ist es wieder das alte Lied, ich komme nicht dahin, wo ich hin will. In der Regel wache ich dann schweißgebadet auf und träume davon, ohne Träume weiterschlafen zu können.
Warum gelingt mir eigentlich nicht mal ein richtig schöner Traum? Ich spiele zusammen im Flight mit Tiger Woods, Lee Westwood und Marcel Siem! Wir stehen am Abschlag der letzten Bahn. Die drei liegen 16 unter, ich 17 unter. Ich schlage als Erster ab, mein Ball fliegt auf dem Par 4 Loch etwa 270 Meter weit.
„Excellent drive“, sagt Tiger anerkennend zu mir.
Marcel schlägt ab, ebenfalls ein großartiger Schlag bis etwa zur 260 Meter Marke. Lee und ich nicken anerkennend.
Tiger legt seinen Ball in etwa auf dieselbe Höhe, Lee schafft es fast bis zu meinem Ball, aber eben nur fast.
Während wir über das Fairway zu den Bällen wandern, sagt Marcel anerkennend auf Deutsch zu mir:
„Deine Schläge sind brillant, ich wollte, ich könnte genauso spielen wie du!“
„Kommt vielleicht noch“, tröste ich ihn.
Weil es ja ein Par 4 ist, muss der zweite Ball aufs Grün. Wieder gelingt mir ein traumhafter Schlag. Die anderen drei sehen sich resigniert an. In ihren Augen steht geschrieben, gegen so einen Golfer kann man ja nicht ankommen.
Aber sie beweisen Nervenstärke und platzieren ihre Bälle ebenfalls auf dem Grün.
Auf den Tribünen am Ende der 18. Bahn erwarten uns Tausende von Menschen. Ryder-Cup Atmosphäre. Gänsehaut pur. Jubel brandet auf, als wir das Grün betreten.
Alle drei sind mit dem Putten vor mir dran. Ich liege ungefähr zwei Meter siebzig vom Loch entfernt.
Tiger puttet als erster, ein Acht-Meter-Putt. Aber er stünde in der Weltrangliste nicht dort, wo er steht, wenn er sich dadurch irritieren ließe. Der Ball zieht zielsicher seine Bahn: Birdie! Beifall bei den vielen Mädels brandet auf.
Lee nimmt seine Markierung auf und legt seinen Ball wie ein rohes Ei gefühlvoll auf das Gras. Ein letzter Blick auf die Putt-Linie. Ein letzter kleiner Probeschwung. Tausende auf den Tribünen haben aufgehört zu atmen.
Der Ball rollt!
Und rollt!
Und verschwindet!
Auf den Tribünen bricht Jubel aus. Die Menschen atmen wieder.
Lee schreitet majestätisch zum Loch, ergreift den Ball und hält ihn triumphierend in die Höhe.
Die Spannung steigt weiter. Marcel ist dran.
Als er vorsichtig den Ball platziert, ist es wieder mucksmäuschenstill geworden.
Drei Meter bis zum Loch.
Drei Meter nur.
Endlose drei Meter.
Und der Ball muss rein, um mit Tiger und Lee gleichzuziehen!
Marcel ist die Ruhe selbst. Mit geradezu aufreizender Lässigkeit schiebt er die Kugel ins Schwarze. Die Begeisterung auf den Tribünen kennt keine Grenzen.
Ich bin dran. Tausende von Augenpaaren sind auf mich gerichtet!
Nur auf mich!
Nicht zu vergessen die Millionen, die an den Bildschirmen mitfiebern und uns, nein, mir die Daumen drücken.
Welch ein Druck lastet auf mir! Auf diesen Schlag kommt alles an! Ich besehe mir noch einmal meine Putt-Linie von allen Seiten, gehe dabei trotz meines künstlichen Knies gekonnt in die Hocke! Ich trete ruhig und gelassen an den Ball!
Auf der Tribüne weint vor Aufregung ein Kind, aber ich lasse mich nicht irritieren.
Tiger, Lee und Marcel haben schweißige Hände bekommen, ich nicht.
Ich schwinge behutsam durch.
Der Ball trudelt los.
Schafft er es?
Die Richtung ist gut!
Schafft er es?
Er wird langsam.
Schafft er es?
Eine letzte Umdrehung.
Schafft er es?
Er zögert einen Moment.
Er fällt!!!!
Auf den Tribünen liegen sich wildfremde Menschen in den Armen.
Welch ein Triumph!
Tiger und Lee schütteln mir anerkennend die Hand.
Tiger raunt mir zu:
“I will meet some girls later! Interested to join me?”
Marcel legt mir den Arm auf die Schulter:
„Du warst heute einfach der Beste und nicht zu schlagen!“
Genauso müsste es sein, des Nachts in meinen Träumen. Aber solch ein Traum fällt mir nicht mal im Traum ein.
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